
Der Beginn des Spiels war eher mäßig, die Gastgeber kamen trotz der Überlegenheit nicht richtig ins Spiel, viele Ballverluste, unüberlegte Aktionen und zu wenig Bewegung waren die Attribute eines schwachen Starts.
Wie auch in den vorangegangenen Spielen brauchten Brandl und Co. einen Weckruf. Nach einem Freistoß für den ASV fehlte die Absicherung im defensiven Mittelfeld, Schwarzenfeld klärte den Ball und konterte. FC Kapitän Schatz zog aus knapp 35 Meter ab und der Ball senkte sich in den rechten oberen Torwinkel. Dieser Sonntagsschuss bedeutete auch das 0:1 in der elften Minute. Noch immer stockte der Motor des Tabellenführers, eine gute Chance ergab sich in der 19., als Zach mit einem Befreiungsschlag seinen Kollegen Wagner auf rechts erreichte, dessen Flanke konnte aber nicht verwertet werden.
Die Chamer kamen nun etwas in die Gänge, Brandl sah den gestarteten Mühlbauer über links, der Pass ermöglichte ihm, frei vor dem Tor aufzutauchen. In letzter Sekunde blockte ein FC-Abwehrspieler den Schuss. Die Situation war aber noch nicht bereinigt, nur hatte keiner der ASVler den Mumm einfach abzuziehen und so wurde der Ball wieder vertändelt.
Der Ausgleich war nun nur noch eine Frage der Zeit, in der 25. waren dann alle Chamer wach, Brandls Freistoß aus halbrechts landete am Pfosten. Nur zwei Minuten später zündete Mühlbauer den Turbo. Im Zusammenspiel mit Franz Wendl konnte der sich, an diesem Tag starke Mühlbauer, über links durchsetzen und im Zentrum Drexler bedienen, der nur noch einzuschieben brauchte. 1:1.
Ein weiter Abschlag von Keeper Groitl sorgte erneut für Gefahr, Bierlmeier legte quer doch der glücklose Wagner hämmerte den Ball aus elf Metern über das Tor.
Wieder vergingen nur zwei Minuten, dieses Mal legte Bierlmeier aus halbrechter Position quer, den ersten Ball stocherte Schwarzenfeld noch aus der Gefahrenzone doch direkt zu Brandl. Seinen Schuss aus elf Metern parierte der starke FC-Keeper.
Jetzt war die Führung fällig, in der 36. Minute tauchte Brandl allein vor dem Torwart auf, in den letzten Spielen eine klare Sache, doch dieses Mal war er nicht abgeklärt genug und schoss den Keeper an.
Der Pausenpfiff von Schiedsrichter Späth kam somit dem FC gelegen.
Noch wussten sie nicht, dass der ASV in Hälfte zwei eine hundertprozentige Steigerung hinlegen sollte.
Die Seiten waren gewechselt und nach knapp fünf Minuten tauschte Trainer Sperl im Dreierpack.
Dies zahlte sich aus, die frischen Kräfte sorgten für enormen Schwung. In der 51. waren die neu ins Spiel gekommenen Irlbeck und Kowalski an der ersten guten Aktion beteiligt. Irlbeck flankte über links doch Kowalskis Schuss war noch zu schwach um für wirkliche Gefahr zu sorgen. Das Spiel fand nur noch in einer Hälfte statt und der FC kam nur mit Befreiungsschlägen dazu, etwas Luft zu holen. Franz Wendl wurde in der 52. nur etwas mehr als 16 Meter vor dem FC-Tor gefoult. Der Freistoß von Irlbeck landete aber über dem Tor.
In der 58. sorgte dann Mühlbauer mit einem Einwurf für Gefahr, Bierlmeier verlängerte nach hinten und der ebenfalls eingewechselte Haimerl hatte aus drei Metern die Führung am Fuß. Der Ball sauste aber übers Tor.
Der ASV wirkte als hätte er sich in Halbzeit eins erst warm gelaufen, plötzlich schob auch das Mittelfeld massiv an, was sich bezahlt machen sollte. Brandl wurde in der 59. in zentraler Postion, 18 Meter vor dem Tor von den Beinen geholt und wieder versuchte sich Irlbeck, allerdings war er wieder glücklos und die Kugel landete über der Latte.
Vier Minuten später war es wieder die linke Seite, die völlig überfordert war mit den Chamer Angreifern, Irlbeck legte quer, der Ball wurde noch geklärt und Kowalskis Schuss war ebenfalls noch zu ungenau, drüber. Noch in derselben Minute versuchte sich Kowalski als Flankengeber von links, Haimerl stand allein vor dem Tor aber auch hier war der Schuss zu ungenau und ging neben das Tor.
Die ASVler spielten sehr abgeklärt, ließen sich trotz der vielen vergebenen Gelegenheiten nicht aus der Ruhe und dem Konzept bringen. Kapitän Bierlmeier war es wieder einmal, der sich als Vorlagengeber versuchte, aber Haimerl scheiterte wieder, der Keeper des FC hatte beim Schuss von rechts die Finger im Spiel.
Eine Minute später, in der 67., passierte es nun endlich. Von der rechten Seite brachte Sturm eine scharfgezogene Flanke und Mühlbauer stand goldrichtig. Er hämmerte den Ball in den Kasten und krönte somit seine Leistung mit einem Tor. 2:1.
Die Gastgeber machten weiter Druck, sie wollten sich nicht mit einem knappen Ergebnis zufrieden geben. Ein Kopfball in der 72. nach einer Flanke von Kowalski hätte das 3:1 bedeuten können aber Göldl im Schwarzenfelder Tor hatte was dagegen. Haimerl war an diesem Tag kein Tor vergönnt, nach einer Mühlbauer Flanke traf er nur die Latte.
Jetzt wollte Bierlmeier alles klar machen, mit einem Einwurf erreichte der Ball den ASV-Kapitän, er entschied sich allein aufs Tor zu gehen und nicht quer zu legen, was somit auch das 3:1 (76.) bedeutete.
Irlbeck stand in der 78. nochmals allein vorm Tor, nach einem wunderschönen Pass von Franz Wendl fand er aber im FC-Torwart seinen Meister.
Die letzte Aktion bedeutete auch das 4:1, Sturm flankte von rechts auf Bierlmeier und dieser verwandelte mit dem Kopf.
Wenn der ASV es nun endlich schafft, sich nicht immer eine zwanzigminütige Schwächephase zu leisten, dann wird Trainer Sperl noch viel Freude an seinem Team haben. Gerade die zweite Halbzeit war gegen den Tabellenvierten mehr als ein Klassenunterschied.