Alexander Krok und sein 100m-Traumtor
Torwart des BSV Mittenwalde gelingt Treffer mit Seltenheitswert
von Tobias Voigt · 15.04.2014, 17:49 Uhr · 0 Leser
Perfekte Schusshaltung. Alexander Krok beim Abstoß. F: BadeFür Alexander Krok vom BSV Mittenwalde verlief der vergangene Sonntag alles andere als gewöhnlich. So hielt Krok im Spiel der zweiten Mannschaft seines BSV zunächst einen Elfmeter und leitete darüber hinaus noch das Führungstor ein. Eine schon für sich durchaus beachtliche Leistung.
Doch das eigentliche Highlight seines Tages, ein Tor aus 100m, sollte erst noch folgen.
Mit FuPa Brandenburg sprach Alexander Krok über das Tor seines Lebens.
Herr Krok, ein Tor aus 100m ist wohl ein Kunststück, dass nur wenigen Fußballern in ihrem Leben gelingt. Wie haben Sie die Situation wahrgenommen?
Der Gegner aus Schulzendorf kam über die rechte Seite und flankte den Ball in den Strafraum. Ich war gut positioniert und entschied mich denn Ball abzufangen. Als ich das Leder dann hatte, wollte ich das Spiel wie immer gleich schnell machen und sah wie mein Gegenüber etwas zu weit vor seinem Tor stand.
Der Rest ist einfach traumhaft.- Mein Abschlag flog kerzengerade in Richtung Tor, tippte einmal auf und sprang über den Torwart hinweg ins Netz.
Sicherlich ein super Gefühl, oder?
Ja, es war ein unglaublich gutes Gefühl. So etwas ist denke ich einmalig in einem Sportlerleben, obwohl ich zugeben muss, dass ich das ab und an schon mal probiert habe. Dass es nun endlich geklappt hat freut mich umso mehr.
Für ein solches Tor braucht man neben einer guten Schusstechnik, vor allem Kraft in den Beinen. Trainieren Sie gezielt Abstöße und Schüsse im Training?
Nein, nein (lacht). Ich war im Jugendbereich Feldspieler und habe auch da schon Tore aus großer Distanz erzielen können. Insofern denke ich, dass man hat eine solche Schusskraft einfach hat oder eben auch nicht.
Abschließend drängt sich natürlich die Frage auf, ob Sie nun auch den Anspruch als ständige Nummer eins in Mittenwalde anmelden?
Natürlich ist es schön, wenn man zeigen darf was man kann. Aber aus meinem Tor einen Anspruch abzuleiten, wäre in meinen Augen vermessen. Ich bin einfach ein Teamplayer und helfe dem Verein zu jeder Zeit, wenn ich gebraucht werde. Zur Not auch als Feldspieler (lacht).
Mit Alexander Krok sprach Tobias Voigt.