2026-04-03T19:57:16.526Z

Ligabericht

Alberweiler bleibt im Meistermodus

SVA sichert sich dritten Titel in Serie und den Oberliga-Aufstieg

von Schwäbische Zeitung / Von Felix Gaber · 01.06.2015, 21:34 Uhr · 0 Leser
Alberweilers Meistertrainer Bernard Stvoric versucht der Sektdusche zu entgehen ? erfolglos. Peter Herle
Alberweilers Meistertrainer Bernard Stvoric versucht der Sektdusche zu entgehen ? erfolglos. Peter Herle

Alberweiler / sz - Die Fußballerinnen des SV Alberweiler bleiben im Aufstiegsmodus. Durch das 2:2 am vorletzten Spieltag beim FFV Heidenheim machten die SVA-Frauen in der Verbandsliga vorzeitig den Titel und den Sprung in die Oberliga perfekt, da Verfolger Heggnach überraschend dem VfL Munderkingen (0:3) unterlag. Für den SVA war es die dritte Meisterschaft in Folge. In den Jahren zuvor hatte Alberweiler schon in der Landes- (2014) und Regionenliga (2013) sein Meisterstück gemacht.

Nach dem Schlusspfiff in Heidenheim kannte die Freude im SVA-Lager kein Halten mehr. Die Spielerinnen jubelten, tanzten und feierten mit den mitgereisten Fans. Auch die obligatorische Sektdusche für Trainer Bernard Stvoric fehlte nicht - er hatte letztlich erfolglos versucht, sich dieser zu entziehen. "Wir haben es teilweise schon krachen lassen. Zuerst in Heidenheim und dann auf der Heimfahrt", sagt der 41-Jährige am Montag gegenüber der SZ. In Alberweiler sei dann gemütlich weitergefeiert worden, bei einem Spanferkelessen auf dem Sportplatz.

"Den Titel hat sich meine Mannschaft absolut verdient. Die Mädels haben einfach alles gegeben in jedem Spiel. Sie können stolz auf sich sein", so Bernard Stvoric. "Ich bin es auf jeden Fall." 55 Punkte (18 Siege/1 Remis/2 Niederlagen) holte der SVA bisher in 21 Spielen in dieser Saison, bei einer Tordifferenz von 71:9. Vier SVA-Spielerinnen - Larissa Mohr, Natascha Stemmer, Matea Bosnjak und Svenja Herle - stehen unter den besten vier in der Torjägerliste der Verbandsliga. Herauszuheben gebe es aber keinen, so der SVA-Trainer: "Die Mannschaft hat als Einheit super funktioniert."

Beim 2:2 gegen Heidenheim traf keine der vier genannten Spielerinnen. Annika Bollmann und Kerstin Schneider egalisierten für den SVA nach der Pause den zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand durch den Doppelpack von Leonie Alicia Schäfer. "Sie haben es uns schon schwer gemacht. Die ersten 25 Minuten waren wir klar überlegen, haben uns sehr gute Chancen erspielt, aber einfach das Tor nicht gemacht. Dann stand es plötzlich 0:2", analysiert Bernard Stvoric rückblickend. "Die zwei Gegentore haben wir uns selbst eingeschenkt. Dann hat meine Mannschaft Moral bewiesen." Am Ende stand es schließlich 2:2 - die Meisterschaft war perfekt.

Stvoric bleibt Trainer

Die Zukunft heißt nun Oberliga für den SVA - mit Bernard Stvoric als Trainer. " Ich fühle mich wohl in Alberweiler. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen", begründet der 41-Jährige seine Entscheidung, dem sein erster Titelgewinn im Frauenbereich viel bedeutet: "Es macht einfach Spaß mit den Mädels. Die Unterstützung aus dem Verein ist ebenso überragend."

Den Kader für die kommende Spielzeit in der Oberliga sieht er sehr gut aufgestellt. "Von der ,Ersten' bleiben alle an Bord. Hinzu kommen noch die B-Juniorinnen", erläutert der SVA-Trainer. "Offen ist noch, ob Sofia Borges bleibt, weil sie andere Anfragen hat und es eine weite Anfahrt von Wangen ist." Darüber hinaus ist der SVA noch in Kontakt mit Spielerinnen von anderen Vereinen. "Fix ist aber noch nichts. Wir haben einen guten Kader und müssen uns nicht groß umschauen", so Bernard Stvoric. Er schätzt die Oberliga stärker ein, als die Verbandsliga. "Ich habe aber viel Vertrauen in meine Mannschaft. Sie wird eine gute Rolle spielen."

Zuvor steht aber noch das Saisonfinale für den SV Alberweiler mit dem Heimspiel gegen den zweitplatzierten SV Hegnach an (Sonntag, 13 Uhr). "Das Spiel wollen wir jetzt einfach genießen. Spielerinnen aus der zweiten Reihe werden ihre Chance bekommen, weil es um nichts mehr geht", blickt Bernard Stvoric voraus. Die richtige Meisterfeier soll derweil nach dem Saisonende steigen. "Da werden wir es dann noch einmal richtig krachen lassen", sagt der SVA-Trainer.