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Vereinsnachrichten

Aichacher Wunsch und Wirklichkeit

Sollte es mit dem Aufstieg klappen, muss der Verein seine Infrastruktur verbessern +++ Lizenz mit Auflagen

von Aichacher Nachrichten / Johannes Graf · 13.05.2013, 22:30 Uhr · 0 Leser
Wird auf diesem Spielfeld künftig Regionalliga-Fußball geboten? Sollte der BC Aichach den Aufstieg in die vierte Liga schaffen, müsste er Auflagen erfüllen. Vor allem muss er seine Spielstätte in ein
Wird auf diesem Spielfeld künftig Regionalliga-Fußball geboten? Sollte der BC Aichach den Aufstieg in die vierte Liga schaffen, müsste er Auflagen erfüllen. Vor allem muss er seine Spielstätte in ein

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Volker Weingartner, 42, gibt sich dieser Tage äußerst entspannt. Ein wenig mag dies verwundern. Einerseits hat der Unternehmer aus Thierhaupten seine Geschäfte vor kurzem gehörig ausgeweitet, hat das ehemalige Werksgelände des Manroland-Produktionsstandorts im sächsischen Plauen gekauft und will dort expandieren; andererseits ist Weingartner Vorsitzender des BC Aichach. Ein Posten, mit dem sich der Hobby-Hopp zusätzliche Arbeit aufhalst. Er ist nicht nur Vereinsboss und Mäzen, er ist Manager, Sportdirektor und im äußersten Fall auch Trainer.

Im vergangenen Jahr setzte er sich bei den Relegationsspielen für die Regionalliga Bayern kurzerhand selbst auf die Bank. Dass der Aufstieg verpasst wurde, schreibt sich Weingartner ein Stück weit selbst zu: Weil ihm die sportliche Kompetenz fehlte und er falsche Entscheidungen traf. Diesmal will der 42-Jährige nicht scheitern, diesmal soll es mit dem Aufstieg klappen. Sportlich befindet sich die Mannschaft auf einen guten Weg. Der Punktverlust beim 2:2 in Wolfratshausen schmerzte ein wenig, an der vielversprechenden Ausgangslage hat er wenig verändert. Der BCA wird in der Bayernligatabelle auf Rang drei geführt. Mindestens auf Platz vier muss Aichach im Endklassement stehen, um an der Aufstiegsrelegation teilzunehmen.

Mit einem Erfolg am Samstag zuhause gegen den Tabellenvorletzten Fürstenfeldbruck dürften die Aichacher für die Verlängerung der Saison planen. Am 29. Mai und am 1. Juni würden sie um den Aufstieg in die Regionalliga spielen, zuerst zuhause, dann auswärts.

Formal hat sich der BC Aichach bereits für die Regionalliga Bayern qualifiziert, hat die Lizenz erhalten. Der Bayerische Fußballverband (BFV) hat die Zulassungskriterien für seine eigenständige Regionalliga gehörig nach unten korrigiert, um vielen Vereinen die Viertklassigkeit zu ermöglichen. Ein Mindestbudget gibt es nicht. Dennoch sagt Jürgen Faltenbacher, Vorsitzender der Zulassungskommission: „Jeder Verein sollte wissen, in welcher Liga seine Heimat ist.“ Die SpVgg Landshut, die Aichach noch verdrängen könnte, hat deshalb ihren Lizenzantrag zurückgezogen.

Finanzielle Sorgen plagen den BC Aichach nicht – dank Weingartners Euros. Aichachs Lizenz ist dennoch an Auflagen gekoppelt. Einige davon sind leicht zu erfüllen, beispielsweise, dass Posten wie Medienverantwortlicher, Sicherheits- und Fanbeauftragter verbindlich gemeldet werden müssen. Vieles seien Formalien, erläutert Weingartner. Weitaus intensiver muss er sich mit dem Stadion beschäftigen, beziehungsweise muss Weingartner zunächst dafür sorgen, dass die Anlage an der Schrobenhausener Straße diesen Namen verdient. Er wisse, dass man Defizite bei den Rahmenbedingungen hab, räumt der Entscheider ein.

Weingartner kalkuliert mit rund 60.000 Euro, die in eine Gesamtkapazität von 2500 Besucherplätzen, eine Tribüne mit 100 Sitzplätzen, Plätze für Medien und Ehrengäste und einen abgetrennten Block für Gästefans investiert werden müssten (wir berichteten). Außerdem drängt die Zeit. Zwischen dem Ende der einen und dem Start der anderen Saison liegen nur wenige Wochen. Schnellstmöglich müssen die Vorgaben des BFV erfüllt werden, muss die Spielstätte des BCA die Auflagen erfüllen. Weingartner weiß das. „Dann hätten wir ein strammes Programm vor uns“, sagt er.