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Ligavorschau

Abstiegskampf im Rheinkalkstadion

Wülfrath muss dringend punkten +++ Suche nach Stürmern geht weiter

von Rheinische Post / Klaus Müller · 26.10.2012, 16:00 Uhr · 0 Leser
F: Rolf Heinemann
F: Rolf Heinemann
Der Vorletzte 1. FC Wülfrath empfängt am Sonntag in der Fußball-Oberliga den ebenfalls gefährdeten TuS Bösinghoven. Ein Sieg ist für die Elf von Joachim Hopp Pflicht, um nicht gänzlich den Anschluss zu verlieren. Der 1. FCW ist weiter auf der Suche nach einem Stürmer und trennt sich von Hakan Yalcinkaya.

1. FC Wülfrath – TuS Bösinghoven. Seit mehreren Wochen konnten die FCW-Fußballer kein Spiel mehr für sich entscheiden. In den letzten fünf Begegnungen erzielten die Wülfrather sogar keinen Treffer mehr. Eine schon fast beängstigende Bilanz. Sollte das Team von Joachim Hopp nicht bald den Schalter umlegen, wird es sehr schwer mit dem Verbleib in der Oberliga. Zumal ebenfalls abstiegsgefährdete Mannschaften wie der SC Cronenberg und der VfR Krefeld-Fischeln vergangenen Sonntag punkteten. So setzten sich die Krefelder beim ebenfalls in der Abstiegszone stehenden TuS Bösinghoven überraschend mit 3:1 durch.

Ausgerechnet die Bösinghovener empfangen die Kalkstädter am Sonntag (15 Uhr) zum Kellerduell im Rheinkalkstadion. Dabei überrascht es etwas, dass der Meerbuscher Vorortverein einige Probleme hat. Zum Kader gehören immerhin die Ex-Profis Kevin Dauser (Fortuna Düsseldorf), Bekim Kastrati (Wuppertaler SV) und Boubacar Coulibaly (SV Wehen-Wiesbaden). Mit Torwart Oliver Haßler gehört auch ein Ex-Wülfrather zum Aufgebot.

"Ich weiß, dass Bösinghoven über einige gute Einzelspieler verfügt. Dies heißt aber nicht, dass damit die notwendige mannschaftliche Geschlossenheit und spielerische Qualität vorhanden sein muss", zeigt sich Joachim Hopp wenig beeindruckt. Bekanntlich vertritt der FCW-Coach die Philosophie, dass sich seine Mannschaft nicht nach dem Gegner richten, sondern sich auf die eigenen Stärken konzentrieren soll. Apropos Konzentration: Die vermisste Hopp in den letzten Begegnungen bei einigen Spielern. "Wenn bei uns zwei, drei Akteure es an der notwendigen Konzentration missen lassen, wird es für uns verdammt schwer, ein Spiel zu gewinnen."

Sorgen bereitet Hopp die Abschlussschwäche seiner Elf. "Ich weiß, dass unser Präsident fieberhaft daran arbeitet, im Offensivbereich eine treffsichere Verstärkung zu verpflichten. Ich bin zuversichtlich, dass Michael Massenberg bald Vollzug meldet", betont er. Zumal der schmale FCW-Kader weiter schrumpfte. "Ich habe Hakan Yalcinkaya diese Woche mitgeteilt, dass das bestehende Vertragsverhältnis umgehend aufgelöst wird. Dies erfolgt aus disziplinarischen Gründen aufgrund eines Vorfalles, den der FCW so nicht hinnehmen wird. Für mich ist das Vertrauensverhältnis zum Spieler gestört", erklärt Hopp. Doch damit nicht genug: Enttäuscht ist der FCW-Trainer über zwei weitere Akteure, die mehrfach nicht zu den Übungseinheiten erschienen. "Sie haben sich zwar korrekterweise entschuldigt – es kann aber nicht sein, dass die beiden recht selten an allen drei Trainingseinheiten teilnehmen. Das ist in der Oberliga nicht machbar, zumal es entsprechende Bestimmungen in den Verträgen gibt." Denn Hopp findet drei Trainingseinheiten wöchtenlich für die Oberliga sowieso zu wenig. "Wenn es nach mir ginge, würde vier- oder gar fünfmal pro Woche trainiert."

Joachim Hopp kündigt an, dass am Sonntag Sebastian Herweg wieder im Kasten steht, da Semih Demirhat zuletzt nicht überzeugte. "Sebastian hat mein Vertrauen und wird bis zur Winterpause unser Torwart sein." Voraussichtlich fehlen aber Emrah Cavdar und Pascal Gollin, die beide über Knieprobleme klagen.