
Der 29. Spieltag in der 3. Liga steht vor der Tür und die drei Clubs aus unserer Region bekommen es mit richtig schweren Brocken zu tun. Der VfB II reist zu den Himmelblauen nach Chemnitz, die Kickers messen sich mit dem VfL Osnabrück – und die SG Sonnenhof empfängt die Preußen aus Münster. Dieses Spiel gibt es im FuPa-Liveticker.
VfB II: Leibold muss passen
Chemnitzer FC - VfB Stuttgart II (Sa 14:00)
Der VfB II bekommt es mit einem der unbequemsten Mannschaften aus der Liga zu tun: den „Himmelblauen“ vom Chemnitzer FC. Die Truppe von Karsten Heine ist in ihrer Heimat im Stadion an der Gellerststraße durchaus ernst zu nehmen, hat schon 25 Punkte geholt. Das weiß auch Jürgen Kramny: „Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in Rostock will sich der CFC vor eigenem Publikum bestimmt von seiner besseren Seite zeigen. Bei den drei Heimspielen im Jahr 2015 haben sie sieben Punkte geholt, das wird wieder eine schwierige Aufgabe für uns“, sagt er. Allerdings bangt man um den Toptorjäger Anton Fink, der in dieser Saison schon zwölf Treffer erzielen konnte und weitere vier vorbereitet hat. Fink konnte die komplette Woche nicht trainieren aufgrund einer Innenbandverletzung, die er sich letzte Woche in Rostock zugezogen hat. Bei den Stuttgartern sieht es personell gut aus, lediglich Daniel Vier (Reha), Philipp Mwene (Rotsperre), Karum Haggui (Gelb-Rot-Sperre) und Tim Leibold (Sprunggelenk) fallen aus. Dafür ist Stephen Sama nach seiner Sperre wieder mit dabei und sogar Erich Berko könnte wieder eine Option darstellen. Nach überstandenem Kreuzbandriss trainiert der Angreifer seit vier Wochen voll mit und könnte einen Platz im Kader erhalten. Auch Sercan Sararer und Konstantin Rausch stellen nach ihren überstandenen Verletzungen eine Option für Kramny dar. Der würde am liebsten mit einem Dreier an Chemnitz vorbeiziehen: „Wir haben im Training die Zügel angezogen und wieder neue Kräfte getankt. Wie immer wird es wichtig sein, möglichst wenige Fehler zu machen und aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen“, lautet seine Leitlinie zum angestrebten Auswärtsdreier.
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen)Kickers: Wiedersehen mit „Alva“
VfL Osnabrück - SV Stuttgarter Kickers (Sa 14:00)
Die Kickers haben das unter der Woche gespielte Match gegen den Halleschen FC in den Knochen und reisen nach Osnabrück. Dort gibt es ein Wiedersehen mit Marcos Alvarez, der vor der Saison von den Blauen zu den Lila-Weißen wechselte. Im Kasten der Mannschaft von Maik Walpurgis dürfte es einen Wechsel geben, nachdem die etatmäßige Nummer eins Daniel Heuer-Fernandes seinen Abgang zum Saisonende bekannte gegeben hat. Frank Lehmann (ehemals 1. FC Heidenheim, VfB Stuttgart) wird ihn ersetzen. Die Kickers müssen dagegen auf ihren Mittelfelddauerbrenner Sandrino Braun verzichten (Sperre). Der musste am Dienstag mit der Ampelkarte vom Platz und ärgert sich: „Die Gelb-Rote Karte war in meinen Augen zu hart, aber ich kann es nicht mehr ändern, so Braun. Ihn wird Bentley Baxter-Bahn ersetzen, der auf seinen Einsatz brennt. „Er wird Kreativität ins Spiel bringen“, ist sich Trainer Horst Steffen sicher. Kapitän Enzo Marchese (Rücken) und Gerrit Müller (Oberschenkel) stehen auf der Kippe. Um sich als Marke zu positionieren haben die Kickers gestern elf Leitsätze kommuniziert – auf Nachfrage hat sich Steffen einen herausgepickt: „Kein Partner ohne Vertrauen“ – Vertrauen hat Steffen auch in die Optionen, die Müller und Marchese ersetzen könnten: So ist Nick Fennell in der Defensivzentrale denkbar, für Müller könnte Edwini-Bonsu beginnen. Fest steht auch, dass der Trainer selbst mit dabei sein wird – den Gerüchten um ein mögliches Engagement bei Fortuna Düsseldorf zum Trotz. „Ich habe das Gefühl, meine Aufgabe bei den Kickers ist noch lange nicht beendet“, so Steffen. Und er hat einen Vertrag bis 2016 – „ohne Ausstiegsklausel“, wie er selbst betonte.
Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Donsbrüggen)SG Sonnenhof: Den Schwung mitnehmen
SG Sonnenhof Großaspach - SC Preußen Münster (Sa 14:00)Drei Spiele, sieben Punkte, sechs davon in der Fremde, keine Niederlage – seit Rüdiger Rehm wieder bei der SGS an der Linie steht, läuft es beim Aufsteiger aus Großaspach. Doch Vorsicht: Auch als Uwe Rapolder Rehm Ende letzten Jahres ersetzte, startete man mit drei Siegen in Serie furios. Danach gab es nur noch magere zwei Pünktchen – bis Rehm wieder Rapolder ersetzte. Jetzt also gilt es, den Mini-Lauf zu bestätigen und das durch den Sieg im Nachholspiel am Mittwoch in Dortmund (FuPa berichtete) entstandene Vier-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz zu festigen, besser noch auszubauen. „Wir wollen den Schwung mitnehmen“, lässt Rehm wissen. Der Gegner aus Münster ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Zwischendurch waren die Preußen schon einmal Tabellenführer, aktuell hat die Mannschaft von Ralf Loose elf Punkte aus den letzten sechs Spielen geholt und steht auf dem vierten Tabellenplatz – punktgleich mit Holstein Kiel und den Stuttgarter Kickers, nur das Torverhältnis trennt die drei Verfolger von Spitzenreiter Arminia Bielefeld. In der Auswärtstabelle stehen die Münsteraner etwas schlechter da – 17 Punkte bedeuten den siebten Rang. "Wir haben in den letzten drei Spielen ein Lebenszeichen gezeigt, was sehr wichtig war. Wir standen in der Defensive gut und haben in den letzten beiden Spielen zu Null gespielt. Jetzt werden wir weiter Gas geben und es den Münsteranern schwer machen", gibt sich Rehm vor der Partie zuversichtlich. Verzichten muss er einmal mehr auf die Langzeitverletzten Jeremias Lorch, Sebastian Gleißner, Robin Binder und Denis Berger. Auch Kapitän Daniel Hägele wird nach seiner OP am vergangenen Dienstag definitiv nicht zur Verfügung stehen.
Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)Ab Sonntag können unsere User wieder fleißig abstimmen und ihre Elf der Woche wählen. Wie das geht, verraten wir hier.