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Halle

1. FCW verpasst die Masters-Finalrunde

"Haben uns nicht mit Ruhm bekleckert"

von Rheinische Post / Dominique Schroller · 14.01.2013, 23:01 Uhr · 0 Leser
Das Oberliga-Team scheidet bei den Niederbergischen Titelkämpfen bereits in der Zwischenrunde aus. Die Wülfrather Fußballer zeigen auf dem Parkett die gleichen Fehler wie zuletzt schon in der Meisterschaft.

Die Oberliga-Mannschaft des 1. FC Wülfrath enttäuschte auch beim Niederbergischen Hallenmasters die Erwartungen. Beim eigenen Turnier in der Halle an der Fliethe zog die Mannschaft von Joachim Hopp zwar noch als souveräner Gruppensieger in die Zwischenrunde ein, doch am Sonntag lief es nicht mehr rund. Mit drei Unentschieden schieden die Gastgeber letztlich aus.

"Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert", bestätigte Markus auf der Heiden, der Chefcoach Joachim Hopp auf der Bank vertrat. "Das Halbfinale hätte es schon sein sollen. Speziell in der letzten Partie gegen Atatürk Mettmann haben wir, wie zuletzt auch auf dem Feld, zu viele Chancen ausgelassen", kritisierte der Wülfrather Co-Trainer. Einen Grund für das Ausscheiden sieht er in fehlenden Trainingseinheiten in der Halle. "Wir konzentrieren uns auf unsere Rückrundenvorbereitung und haben daher bewusst nur im Freien trainiert." Darüber hinaus spielte die Mannschaft in dieser Konstellation noch nie zusammen.

"Mit Blick auf unsere schwierige Situation haben wir einige Stammspieler bewusst geschont, damit sie sich nicht verletzen. Gleichzeitig haben diejenigen eine Chance bekommen, die in der Liga nicht so häufig zum Einsatz kommen", berichtete Michael Massenberg. Dennoch war auch der FCW-Vorsitzende mit dem Auftritt der Mannschaft alles andere als zufrieden. "Wir wären schon gerne mindestens ins Halbfinale gekommen. Doch so waren wir wenigstens gute Gastgeber."

Die Schwäche der Wülfrather nutzte der TuS Homberg, der erstmals beim Hallenmasters mit von der Partie war. Der Bezirksligist überzeugte mit konstant guten Leistungen. Im Halbfinale musste sich die Mannschaft zwar dem späteren Turniersieger SC Velbert mit 1:4 geschlagen geben, im kleinen Finale setzte sie sich jedoch mit 3:2 gegen den SCB Neandertal durch und belegte am Ende Rang drei. "Das ist für mich die Überraschung des Turniers", lobte auch Ulrich Riedmüller die Ratinger. Den SC Velbert zählte der Hallensprecher dagegen schon im Vorfeld zu den Favoriten: "Die Landesliga-Mannschaft hat schon die Hallen-Stadtmeisterschaft in Velbert gewonnen."

In einem hitzigen Finale, das der Schiedsrichter mehrfach unterbrechen musste, um schlichtend einzugreifen, besiegten die Velberter die SSVg Heiligenhaus mit 4:2. "Wir haben sehr gute Hallenspieler und daher bin ich schon davon ausgegangen, dass wir weit kommen", sagte SC-Trainer Alf von Dorp und feierte dann gemeinsam mit seinen Spielern den Erfolg. Die unterlegenen Heilighauser konnten sich wenigstens über den Ehrentitel des Torschützenkönigs freuen. Hidayet Aydogan erzielte elf Tore, sein Bruder Iskander traf acht Mal.

Martin Osei vom Oberligisten 1. FCW verfolgte am Sonntag das Finale von der Tribüne aus. Den Grund für das vorzeitige Ausscheiden seiner Mannschaft sah er in den eigenen Reihen. "Wir sind selbst schuld. Wir haben weniger Laufbereitschaft gezeigt als gestern und das reicht einfach nicht." In manchen Situationen fühlte sich Osei unangenehm an die Liga erinnert. "Wir haben die Seuche. Unsere Chancen nutzen wir nicht und bekommen dann dumme Treffer rein. Das ist draußen so und hat sich hier fortgesetzt." Er war nur froh, dass sich keiner seiner Mannschaftskameraden beim Hallenspektakel verletzte.