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Pokal

09er sind chancenlos gegen Viktoria

von Kölner Stadt-Anzeiger / Sven Winterschladen · 13.10.2013, 21:49 Uhr · 0 Leser
Souverän ist anders: Anton von Lampe (M.) kann den Kölner Claus Costa (r.) nicht beim Kopfball stören., Foto: Herhaus
Souverän ist anders: Anton von Lampe (M.) kann den Kölner Claus Costa (r.) nicht beim Kopfball stören., Foto: Herhaus

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Der Fußball-Mittelrheinligist SV Bergisch Gladbach 09 unterliegt dem Regionalligsten FC Viktoria Köln in der ersten Verbandspokalrunde mit 0:6. „Dieses Ergebnis ist bitter für uns. Daran habe ich jetzt zu knabbern”, sagte Trainer Dietmar Schacht.

Bergisch Gladbach. Nachher waren sie sich einig. Es gab keine Diskussion über den verdienten Sieger. Der FC Viktoria Köln hat in der ersten Runde des Bitburger Verbandspokals beim 6:0 (2:0) gegen den SV Bergisch Gladbach 09 nachdrücklich seine Titelambitionen unterstrichen. Auch die Höhe des Erfolgs der Kölner Fußballer war in Ordnung. „Dieses Ergebnis ist bitter für uns. Daran habe ich jetzt zu knabbern”, sagte Bergisch Gladbachs Trainer Dietmar Schacht. „So hoch habe ich zuletzt an der Playstation gegen meinen Sohn verloren.” Der Mittelrheinligist war gegen den Regionalliga-Topfavoriten vor 449 Zuschauern letztlich chancenlos. „Wir haben diszipliniert, couragiert und engagiert gespielt”, sagte Claus-Dieter Wollitz. „Es muss aber auch unser Anspruch sein, so eine Begegnung auf diese Weise zu entscheiden. Allerdings möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich damit nicht die Qualität des Gegners kleinreden möchte.”

Der Viktoria-Coach hatte einige Umstellungen vorgenommen. Ein Qualitätsverlust war jedoch nicht zu erkennen. Im Gegensatz: Nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritt konnte die Mannschaft endlich mal wieder überzeugen — jedoch gegen einen limitierten Konkurrenten.

Die Partie begann erwartungsgemäß. Der FC Viktoria war von der ersten Minute spielbestimmend und kam direkt zu guten Gelegenheiten. Die erste klare Möglichkeit nutzte Mike Wunderlich nach feiner Vorarbeit von Andreas Schäfer (7.) zum 1:0. Allerdings versteckten sich die Bergisch Gladbacher ebenfalls nicht und kamen über Konter zu gelegentlich sehenswerten Aktion — ohne dabei jedoch zu klaren Abschlüssen zu kommen.

Wie es richtig geht, zeigten die Kölner nach 20 Minuten: Claus Costa passte klug in den gegnerischen Strafraum, Sebastian Spinrath erhöhte auf 2:0. Weil die Fähigkeiten der Bergisch Gladbacher vor allem in der Offensive eher beschränkt waren, passierte bis zur Pause nicht mehr viel. Viktoria verwaltete die Führung, der Mittelrheinligist wehrte sich nach Kräften — mehr war nicht möglich.

Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel. Zunächst prägten viele Fehlpässe das Bild. Immer wieder jedoch ließen die Kölner in einigen Momenten ihre individuelle Klasse aufblitzen — vor allem beim 3:0 durch Claus Costa nach Vorarbeit von David Müller (55.). Das 4:0 durch den eingewechselten Marcus Steegmann war nur noch Ergebniskosmetik (73.). Kurz vor Schluss erhöhten dann sogar noch Mike Wunderlich per Foulelfmeter (84.) und Marcus Steegmann auf 6:0 (86.). Nun zeigten die Gäste endgültig, welche Klasse der Kader besitzt. Gleichzeitig wurde es langsam doch peinlich für die couragiert kämpfenden 09er. Deshalb waren die Bergisch Gladbacher froh, als es wenig später endlich vorbei war. Die Viktoria-Fans stimmten Karnevalslieder an und freuten sich über den Einzug in die zweite Runde. Sie sangen sogar bereits vom Einzug in den Europapokal. Und eines vergaßen sie bei aller Euphorie natürlich auch nicht: Sie betonten nochmals nachdrücklich ihre Abneigung gegen den Lokalrivalen aus der Südstadt.